Qualität: Bei Leimholz gibt es beispielsweise Qualität A-C, bei Sperrholz Qualität A, B, BB, WG und ebenfalls die Güteklassen I-III. Alle Qualitätsstufen bzw. Güteklassen beschreiben im Grunde, wie die Struktur und Beschaffenheit des Holzes ist. Je mehr Astlöcher und „Fehler“ das Holz hat, desto schlechter schneidet es bei der Qualität ab. Was jedoch nicht heißt, dass die Platten mit Qualität C oder Güteklasse III schlecht sind, sie sind nur meist weniger stabil. Ein Vorteil von vielen Astlöchern und unregelmäßiger Struktur ist definitiv die Optik- also perfekt als Verkleidung von Wänden, Möbelstücken und Co. bzw. für Möbel geeignet, die nicht viel Gewicht tragen müssen.
Verleimung: Die Verleimung ist vor allem im Feuchtraum und Außenbereich wichtig und sorgt dafür, dass die Platten wasserfester sind als andere.
Stabilität: Manche Möbel und tragende Elemente benötigen Platten, die eine hohe Belastbarkeit und Stabilität vorweisen.
OSB-Platten sind relativ vielseitig im Möbelbau. Tische, Regale, Schränke und Co. können mit der Platte hergestellt werden. Aber auch im Feuchtraum bzw. als tragendes Element (OSB/3) im Möbelbau kommen sie zum Einsatz. Spanplatten (Verleimung P1-P7) werden vorwiegend für den Bau von Einbauschränken, Rückwände, Einlegeböden oder für Regal verwendet. P3-verleimte Ausführungen können auch für nicht tragende Teile eingesetzt werden sowie im Feuchtbereich.
Regale, Tische, Betten, Arbeitsplatten und Co. Siebdruckplatten sind dank ihrer Stabilität und Widerstandsfähigkeit vielseitig im Innen- sowie auch im Außenbereich einsetzbar. Besonders beliebt sind sie auch bei Camper oder Vans und sorgen hier für einen stabilen, rutschfesten Ausbau.
MDF-Platten sind ebenfalls vielseitig einsetzbar beim Möbelbau, jedoch sollte hier auf eine geeignete Versiegelung geachtet werden. Vor allem bei viel Feuchtigkeit quillt MDF viel schneller auf und kann so auch Schaden davontragen. Das Material ist jedoch oft auch sehr preiswert und wird daher gerne im Möbelbau für Schreibtische, Regale oder in der Küche verwendet. Die Oberfläche lässt sich gut bearbeiten, so ist sägen, bohren, fräsen und Co. sowie lackieren, lasieren oder bekleben kein Problem.
Leichtes Material, aber trotzdem sehr stabil. Dank ihrer Verleimung neigen Sperrholzplatten weniger dazu, sich zu verziehen. Sie sind perfekt für den Bau von Regalen, Schränken, Betten, Schreibtischen, Wandverkleidungen und vielen weiteren kleinen Vorhaben.
Auch Leimholzplatten sind vielseitig einsetzbar. Ausführungen aus Fichte können beispielsweise auch gut ohne Oberflächenbehandlung als Regal in der Werkstatt oder in der Abstellkammer dienen. Auch als Tischplatte, Arbeitsplatte oder Treppenstufe eignet sich eine Leimholzplatte besonders, ebenso bei vielen anderen Möbeln. Achten Sie auch hier wieder beim Einsatz im Feuchtraum auf einen zusätzlichen Schutz bzw. auf die Verleimungsklassen (D1-D4).
Massivholzplatten stehen für hochwertige, natürliche Möbel. Türen, Fenster und verschiedenste Möbel werden damit gefertigt. Achten Sie jedoch bei großen Platten darauf, dass sich das Material auch verziehen bzw. reißen kann.
Grundsätzlich sind viele Holzplatten für den Außenbereich geeignet, manche benötigen zusätzlichen Schutz in Form einer Lasur oder Lacke. Andere enthalten schon im Vorhinein eine Verleimung bzw. ein Bindemittel, das die Platte wasserfest macht. Grundsätzlich ist keine Holzplatte dauerhaft wasserfest, sondern saugt es eher auf und quillt mit der Zeit auf. Daher ist es bei der Wahl der Platte im Außenbereich besonders wichtig darauf zu achten, dass sie mit einer Schicht versehen sind, die sie vor Wind und Wetter schützt. Spanplatten der Klassifizierung P3, P5, P7 und OSB-Platten der Klasse OSB/3, OSB/4 sind beispielsweise ordentlich verleimt und daher für den Einsatz im Feucht- und Außenbereich einsetzbar.
Vor allem MDF-Platten, OSB-Platten, Sperrholzplatten, Siebdruckplatten und Leimholzplatten sind dank ihrer Beschaffenheit wie Oberflächenstruktur, Verleimung und Co. viel stabiler und belastbarer als manch andere Platten. Vor Beginn eines neuen Möbelstücks oder einer Renovierung ist es immer wichtig, sich bei der Planung Gedanken über die Belastbarkeit, die Feuchtigkeitsresistenz und das Preis-Leistungs-Verhältnis zu machen.
MDF-Platten (Mitteldichte Faserplatte) sind mitteldicht (550-800 kg/m ³), die Stabilität ist eher gering bis mittel, jedoch sind die Platten leichter zu bearbeiten und meist oft günstiger. Zum Einsatz kommen sie vor allem beim Möbelbau und im Innenausbau. HDF-Platten (Hochdichte Faserplatte) sind hochdicht (800 kg/m ³) und haben eine hohe Stabilität. Sie sind etwas schwieriger zu bearbeiten und auch ein wenig teurer. Bei Laminatböden, Rückwände und Co. sind sie im Einsatz.
Vorhaben mit geringeren Anforderungen an Belastbarkeit und Stabilität lassen sich eher mit MDF umsetzen. HDF ist dagegen für hohe Belastbarkeit und Stabilität geeignet.
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